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Kosten wichtiger als Lärmschutz - das darf nicht sein

„Ich bin nicht wirklich überrascht, dass für das Eisenbahnbundesamt die Kosten wichtiger sind als optimaler Lärmschutz“. So lautet die erste Reaktion des Kreisvorsitzenden der LINKEN, Thomas Maurer, auf den Bericht des Eisenbahnbundesamts zum Ausbau der Bahnstrecke im Kinzigtal, der am kommenden Dienstag im Verkehrsausschuss des Bundestages zur Sprache kommen soll.

In seinem Bericht lehnt das EBA die Forderungen nach übergesetzlichen Lärmschutz ab. Konkret heißt es in dem Bericht (S. 49): "Unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und gesetzlicher Aspekte können die zusätzlichen Forderungen der Region aus Sicht des EBA nicht zur Umsetzung empfohlen werden oder nicht im Rahmen des Bedarfsplanvorhabens finanziert werden."

Auch wenn das zunächst nur den Abschnitt Hanau-Gelnhausen beträfe, so Maurer weiter, sei doch sehr wahrscheinlich, dass dann auch für den Abschnitt Gelnhausen-Fulda so übernommen werden soll. "Das heißt, es besteht die konkrete Gefahr, dass der notwendige Ausbau aus Kostengründen auf optimalen Lärmschutz verzichtet. So wird möglicherweise die Gesundheit von Menschen gefährdet und das für eine sozialökologische Verkehrswende wichtige Projekt bei vielen Menschen diskreditiert. Das darf nicht sein. Wir rufen deshalb zu Protesten dagegen auf. Ausbau ja, aber nicht auf Kosten der Gesundheit".