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DIE LINKE. Main-Kinzig positioniert sich links, ökologisch und antifaschistisch

Auf ihrer Kreismitgliederversammlung am 14.9. in Wächtersbach Neudorf hat die Kreislinke ausführlich über die zukünftige politische Ausrichtung der Partei diskutiert, den Kreisvorstand neu gewählt sowie einstimmig zwei Resolutionen verabschiedet: zum einen solidarisieren sich die Mitglieder mit den Beschäftigten von Thermo Fisher in ihrem Kampf um die Arbeitsplätze. Zum anderen fordern die Mitglieder ebenfalls einstimmig, dass Hanaus OB Claus Kaminsky wegen der Verleihung des Landesehrenbriefes an einen Rechtsradikalen zurücktreten soll.

„Die LINKE. Main-Kinzig positioniert sich links, ökologisch und antifaschistisch“, so könnte man nach den Worten des wiedergewählten Kreisvorsitzenden Dr. Thomas Maurer, das Ergebnis der Mitgliederversammlung zusammenfassen. „Insgesamt“, so Maurer in einer Presseerklärung, „sind sich die Mitglieder schnell einig gewesen: die kapitalistische und an Profit, Wachstum und Verbrauch orientierte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung kann weder für soziale Gerechtigkeit noch für eine drastische Reduzierung der Treibhausgase sorgen. Konkret wurde diskutiert, wie wir unser Eintreten für all diejenigen Beschäftigten und Rentner mit mittlerem und niedrigem Einkommen mit einer Politik zusammenbringen können, die helfen kann, den globalen Klimawandel zu begrenzen.
Uns darf es beispielsweise nicht reichen, nur eine energetische Sanierung von Wohnungen zu fördern. Wir als LINKE stehen da auch an der Seite der Mieter, die dann wegen energetischer Sanierung überhöhte Mieterhöhungen bekommen, was häufig vorkommt. Hier fordern wir höhere (Mindest-)Löhne sowie gesetzliche Regelungen, damit die Vermieter nicht mehr auf die Miete umlegen, als an Kosten entstanden sind. Wir sind bereit, uns auch mit den großen Wohnungskonzernen (Vonovia etc.) anzulegen, damit eine sinnvolle CO2-Minderung bei der Wohnungsbeheizung nicht auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter stattfindet.“
Nach der Diskussion, heißt es in der Presseerklärung weiter, habe es bei den folgenden Vorstandsneuwahlen keine großen Überraschungen gegeben: Neben der Wiederwahl des Kreisvorsitzenden Maurer erfolgten auch die Wiederwahlen des Schatzmeisters Horst Koch-Panzner und der Vorstandsmitglieder Iris Müller und Helge Fitz. Neu im Kreisvorstand ist Hans Georg Damm aus Langenselbold.
Die bisherigen Kreisvorstandsmitglieder Jens Feuerhack und Dirk Methfessel traten nicht wieder an, bleiben aber an anderer Stelle weiter für DIE LINKE politisch aktiv.
Am Ende wurden noch zwei Resolutionen verabschiedet. Zum einen stellen sich die Mitglieder solidarisch an die Seite der Beschäftigten bei Thermo Fisher, die um ihre Arbeitsplätze kämpfen. Zum anderen fordern die Kreismitglieder einstimmig den Rücktritt des Hanauer Oberbürgermeisters Claus Kaminsky wegen dessen Verleihung des Landesehrenbriefes an den Rechtsextremisten Bert Rüdiger Förster (beide Resolutionen im Anhang).