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Auf dem Bild von rechts nach links: Jens Feuerhack Kreisvorsitzender, Emine Pektas stellvertr. Fraktionsvorsitzende, Anna Seipel Projektkoordinatorin, Klaus Pichl Sozialamtsleiter, Thomas Maurer Fraktionsgeschäftsführer, Andreas Müller Fraktionsvorsitzender

Andreas Müller

LINKE Kommunalpolitiker /innen besuchen das Integrationsbüro des Main-Kinzig-Kreises

Am 27. Juni informierten sich Vertreter und Vertreterinnen der Linken über die Arbeit des Integrationsbüros des Main-Kinzig-Kreises in Gelnhausen. Sozialamtsleiter Klaus Pichl und Anna Seipel, die Leiterin des Integrationsbüros, stellten zu Beginn des Treffens die Arbeit des Büros vor, welches als Modellregion vom Land Hessen gefördert wird. Beeindruckt zeigten sich die Gäste von den zahlreichen Projekten, den vielfältigen Angeboten sowie dem ehrenamtlichen Engagement der zahlreichen Integrationslotsen und -lotsinnen.

Integration beschränke sich nicht auf die Teilnahme an einem Deutschkurs, so Frau Seipel. Integration beginne in dem Augenblick wo die Menschen in Deutschland ankommen. Wichtig seien die ersten Schritte, etwa der Gang zu den Behörden, die Anmeldung bei der Krankenkasse und die Suche nach Wohnraum. Hierbei sei die Arbeit der Integrationslotsen nicht hoch genug zu bewerten.

Unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsstatus sei es wichtig, Zugang zu den Menschen zu finden. Deshalb sehe sich das Büro nicht als verlängerter Arm der Verwaltung. Es gelte vielmehr, die unterschiedlichen Bedarfe der Menschen auf dem Hintergrund der jeweiligen kulturellen Besonderheiten zu ergründen und dann mit flexiblen Angeboten einen Zugang zu schaffen. Erreicht würde dies, indem man eine besondere Beziehung und Vertrauensbasis mit den Menschen aufbaue.

Beispielsweise sei so in Schlüchtern ein Projekt entstanden, welches in erster Linie den Kindern von Familien mit unsicherem Status eine Integration ermögliche. „Kinder lernen dort ganz praktisch und im Alltag die deutsche Sprache“, so die Frau Seipel. Auch in Maintal sei eine interessante Entwicklung zu beobachten: ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger hätten Zugang zu einem Kleingärtnerverein Zugang gefunden. Auslöser dafür sei die Vermittlung des Büros zur gemeinsamen Arbeit auf den Maintaler Streuobstwiesen. In Erlensee, Wächtersbach und Hanau gäbe es zahlreiche weitere Projekte erfolgreicher Integration.

Viele weitere Themen standen ebenfalls auf der Agenda, so die Besonderheiten, die EU-Ausländer erwarten, wenn sie nach Deutschland kommen. Hier sollten auch die Verpflichtungen der Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer mehr Gewicht bekommen, etwa bei der Anwerbung von Pflegekräften. Weiteres wichtiges Thema war auch die Integration im ländlichen Raum, die im Main-Kinzig-Kreis eine bedeutende Rolle spielt.

Leider, bedauerte Her Pichl, komme die erfolgreiche Arbeit, vor allem der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, in der öffentlichen Wahrnehmung zu kurz. Insofern sei es erfreulich, dass DIE LINKE Gast des Integrationsbüros gewesen sei.

„Wir konnten unsererseits zahlreiche Anregungen für unsere Bürgerarbeit mitnehmen und wir werden den Menschen, die sich hilfesuchend an uns wenden, den Kontakt zum Integrationsbüro empfehlen“, so Andreas Müller, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Kreistag.