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Andreas Müller

Andreas Müller: Jugendliche im Freigericht brauchen eine Anlaufstelle, aber kein Parteibüro der Jungen Union

Junge Union versteht den Unterschied zwischen kommunaler Jugendarbeit und Parteiarbeit nicht

Zu dem Versuch die Finanzierung eines Jugendraumes durch die Gemeinde Freigericht für die Junge Union zu rechtfertigen, erklärt der Bundestagskandidat der LINKEN Andreas Müller: "Die Jugendlichen im Freigericht brauchen eine Anlaufstelle, aber eine kommunal getragenen Jugendraum. Es kann nicht sein, dass in Neuses aus finanziellen Gründen keine Räume geschaffen werden und in Somborn die Jugendorganisation der CDU 6.000 Euro von der Gemeinde Freigericht für Jugendarbeit erhält."

Jugendarbeit ist eine wichtige kommunale Aufgabe. Müller freut sich ausdrücklich über junge Menschen, die sich in der Kommunalpolitik einbringen wollen und sich engagieren. Hierfür gibt es auch Finanzierungsmöglichkeiten über den Ring politischer Jugend und über den Kreisjugendring. Wenn die Junge Union nun so tut, als wenn sie die notwendige Jugendarbeit, quasi im Auftrag der Gemeinde, durchführe, so bestehen erhebliche Zweifel an der gebotenen Neutralität. Laut Homepage der Jungen Union sei diese zwar eine unabhängige Jugendorganisation, aber halt auch die Jugendorganisation der CDU/CSU, die sich ausdrücklich zu den gemeinsamen Zielen der CDU/CSU bekenne.

Wenn die JU nun ein mangelndes Demokratieverständnis der LINKEN beklage, weil es einen fast einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung gebe, so zeige dies eher mangelndes Problembewusstsein vieler Gemeindevertreter im Freigericht. Sind die wenigen kritischen Stimmen in der Gemeindevertretung, deshalb undemokratisch, fragt Müller.

Müller wird das Gespräch mit dem Vorsitzender der JU Freigericht Janik Marquard suchen und ist schon gespannt, ob sich eine gemeinsame Jugendarbeit mit JUSOS, jungen GRÜNEN, jungen Piraten (JuPis) und der Linksjugend Solid im Freigericht organisieren lässt. Wenn ja, dann sollten wir auch einen Weg finden dies gemeinsam mit den politischen Parteien und dem Ring politischer Jugend im Main-Kinzig-Kreis zu finanzieren. Die frei werdenden Mittel sollten dann für einen kommunalen Jugendraum in Neuses zur Verfügung gestellt werden, regt Müller abschließend an.

LINKE Kreistagsfraktion
gez. Andreas Müller
Fraktionsvorsitzender