Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Andreas Müller

Kein Atomstrom durch die Kreiswerke

6. Kreistagssitzung am 16.12.2011

Der Kreistag möge beschließen:

Der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises strebt an, dass die Kreiswerke Main-Kinzig, an denen der Main-Kinzig-Kreis 51 Prozent hält, aus der Atomenergie aussteigen. Zu diesem Zweck fordert der Kreistag die Vertreterinnen und Vertreter des Main-Kinzig-Kreises im Aufsichtsrat der Kreiswerke Main-Kinzig GmbH auf darauf hinzuwirken, dass die Kreiswerke

1. einen Ausstiegsplan für den Atomanteil in ihrem Energiemix ausarbeiten, an der Börse keinen Atomstrom mehr einkaufen und das Kreiswerke-Netz für die Durchleitung von Atomstrom sperren sowie

2. ein konkretes Zieldatum vorlegen, bis wann die Kreiswerke auf 100% Erneuerbare Energien umsteigen und schnellstmöglich einen Plan zur Erreichung dieses Ziels veröffentlichen.

Begründung:

Seit Fukushima wissen wir: Atomkraft ist Todsicher – früher oder später. Doch auch für den Normalbetrieb scheint sich ein direktes Gefährdungspotenzial (Leukämie vor allem bei Kindern) für die nähere Umgebung immer mehr zu erhärten. Dazu kommt die weiterhin ungeklärte

te Entsorgungsfrage, die nachfolgende Generationen mit Recht fragen lässt: „Warum habt ihr da eine Energieproduktion angefangen ohne zu wissen, wohin mit dem Müll?"

Um deshalb schnellstmöglich aus dieser unverantwortlichen Energieerzeugung auch in der Praxis auszusteigen, kann auch auf kommunaler Ebene gegengesteuert und ein Zeichen gesetzt werden.

Die Kreiswerke sind der wichtigste Stromanbieter in unserem Kreis. Der Kreiswerke Strommix enthält 23,9 % Atomstrom. Wer es erst meint mit dem Ausstieg muss vor Ort alle Möglichkeiten prüfen, wie und in welchen Schritten möglichst bald aus dem Bezug und dem Vertrieb von Atomstrom ausgestiegen werden kann.