Jacqueline Bartrow
Name: Bartrow, Jacqueline
Geburtsdatum: 27.05.1968
Geburtsort: Berlin-Mitte
Wohnort: Bad Orb
Familienstand: ab 11.02.2011 verheiratet
Beruf: Rentnerin, Zootechnikerin für Rinderproduktion, Kauffrau für Wohnungs- und Grundstückswirtschaft, Studentin an der Fernuniversität Hagen für Bildungswissenschaft
Hobby: Campen, Lernen, Geschichte, Raumfahrt
Politische Erfahrung: Ich bin in der DDR aufgewachsen und stehe bis heute zwiespältig dem Land gegenüber, das mich trotz der vielen negativen Erfahrungen auch geprägt hat in meinen politischen und ethischen Ansichten und in der Selbstverständlichkeit, eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Frau zu sein. Nach dem Zusammenbruch der DDR erlebte ich für mich vor allem einen Identitätsverlust auf der einen Seite und auf der anderen bis zum heutigen Tag einen Kampf darum, meinen Platz in einer Gesellschaft zu finden, die ich zum Teil als unsozial, diskriminierend und ungerecht empfinde.
Persönliche politische Schwerpunkte:
Wir Menschen sind mehr als Leistungs- und Kostenfaktoren in unserer Gesellschaft. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben muss allen Menschen in ihr möglich gemacht werden durch den Abbau der finanziellen und infrastrukturellen Barrieren. Wir brauchen ein solidarisches und respektvolles Miteinander. Ich setze mich für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ein. Das Prekariat kann keine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft sein und immer weiter von ihr ausgegrenzt werden.
Es reicht nicht aus, Politik für Frauen zu machen, sondern uns Frauen gleichgestellt zu behandeln in der Höhe unserer Löhne und Gehälter und in der Besetzung von Spitzenpositionen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Unsere unentgeltliche Arbeit und Leistung, die wir die wir in unseren Familien und ehrenamtlich in Schulen und Verbänden leisten, erhalten zu wenig Anerkennung in unserer Gesellschaft.
Die ländlichen Regionen in Deutschland sind von einem Strukturwandel betroffen, der nicht nur die Landwirtschaft betrifft, sondern auch einen starken Rückgang der Bevölkerung zur Folge hat. Die soziale Infrastruktur in den ländlichen Regionen muss neu gestaltet und gestärkt werden, Bildungs-, Informations- und Versorgungsmöglichkeiten müssen den Menschen im ländlichen Raum ebenso zur Verfügung stehen, wie in den Städten. Die Förderung autarker Ver- und Entsorgungssysteme in den Gemeinden (Strom, Wärme, Wasser und Abwasser), Vebindung von Landwirtschaft und Natur- und Ressourcenschutz sind weitere Themen, wie auch die Schaffung eines wirksamen Kontrollsystems in der gesamten Erzeugungskette unserer Lebensmittel.
Ich setze mich mit der Arbeit des globalisierungskritischen Netzwerkes attac auseinander und es ist mir wichtig, mein christliches Glaubensverständnis in die LINKE. einzubringen und den Dialog der Religionen zu fördern.
Krisen bergen in sich neben allen Schwierigkeiten die große Chance zum Umdenken, Umgestalten und Entwickeln neuer Ideen.
Lokale politische Schwerpunkte:
- Einführung des Sozialpasses
- Übernahme der Kosten für Verhütungsmittel durch die Kommunen für Bezieherinnen von ALGII und Grundsicherung
- keine Kürzung der Förderungen von Frauenhäusern und sozialen Beratungsstellen
- Maßnahmen zur Integration von Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigung
- bessere Anbindung des ländlichen Raums an den öffentlichen Nahverkehr
- Gewährleistung der medizinischen Versorgung und Förderung von Kulturprojekten und Gemeinschaftseinrichtungen in den Gemeinden
- Unterstützung von Mehrgenerationenprojekten und anderen kollektiven Formen des Zusammenlebens
- Abbau der Barrieren für Menschen mit körperlicher, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen durch Aufklärung, Integration und Teilhabe
