Anlässlich der nun offenbar gewordenen Ermordung des Schlüchterner Blumenhändlers Enver S. durch die Nazi-Terroristen am 9.9.2000 in Nürnberg stellen sich auch für den Kreisvorstand der Main-Kinzig-LINKEN einige Fragen, so der Kreisvorsitzende Jens Feuerhack in einer Pressemitteilung: „Gab es nicht vielleicht schon im Jahr 2000 Hinweise für einen rechtsradikalen Hintergrund des Verbrechens?
Gibt es auch im Main-Kinzig-Kreis ein rechtsradikales Umfeld, was Nazi-Terroristen hervorbringen oder ihnen Unterstützung gewähren könnte?
Ist die rechtsradikale Szene im Main-Kinzig-Kreis mit der NPD, die ja im Kreistag sitzt, vernetzt? Wenn ja, wie?
Waren und sind V-Leute des Verfassungsschutzes auch in der rechtsradikalen Szene im Main-Kinzig-Kreis tätig? Wenn ja, haben sie Kenntnis von vergangenen oder geplanten Straftaten der rechten Szene?
Neben der Beantwortung dieser und anderer Fragen sind wir es aber auch den Angehörigen und der Demokratie schuldig, den Opfern zu gedenken. Es wird deshalb entsprechende Initiativen der LINKEN im Main-Kinzig-Kreis geben. Die Familien erwarten zurecht die vollständige Aufklärung aller Hintergründe und die Verurteilung der Täter und Unterstützer dieser Verbrechen.
Auch die Festigung einer demokratischen politischen Kultur Deutschlands und der Politikbetrieb des Main-Kinzig-Kreises erfordern ein klares politisches und wo nötig auch juristisches und polizeiliches Vorgehen gegen den braunen Terrorismus.“
Jens Feuerhack
Kreisvorsitzender DIE LINKE. Main-Kinzig