„Wer auf andere mit dem Finger zeigt, auf den zeigen drei Finger zurück“, so kommentiert der Kreisvorsitzende Jens Feuerhack die Pressedarstellung eines Eklats während der Lichterkette gegen rechtsextremistische Gewalttaten in Schlüchtern vergangenen Freitag, für den angeblich die linke Kreistagsabgeordnete Emine Pektas verantwortlich sei. „Der in der Presse unserer Kreistagsabgeordneten zugeordnete Vorwurf der Hetze gegenüber der Polizei entbehrt nicht einer gewissen Ironie“, so Feuerhack in einer Stellungnahme.
Wie bei allen öffentlichen Kundgebungen üblich habe es auch in diesem Fall Absprachen gegeben - zum Beispiel über Art und Dauer der Redebeiträge. Leider hätten sich jedoch nicht alle an diese Absprachen gehalten. Vielmehr seien auch durch Hinweise anwesender grüner Politiker auf die kurdische Abstammung von Emine Pektas bei einigen der Anwesenden lautstark antikurdische Vorurteile geweckt worden. Erst in dieser Situation, in der sie sich auch physisch bedroht fühlte, habe sich dann Emine Pektas versprochen und bezüglich des rechten Terrors fälschlicherweise von einer Mitwisserschaft der Polizei gesprochen. Die Möglichkeit, sich für diesen Fehler zu entschuldigen und das zu korrigieren, sei ihr von den Veranstaltern leider verwehrt worden.
„Wir stehen zu Emine Pektas“, so Jens Feuerhack weiter. „Der Kreisvorstand der LINKEN im Main-Kinzig-Kreis verwahrt sich zudem entschieden gegen diesen Versuch, gemeinsame demokratische Zeichen gegen Rechtsextremismus für antikurdische Ressentiments, parteipolitisches Eigeninteresse und das Ausleben politischer Neidgefühle zu missbrauchen. Zur demokratischen Kultur sollte auch gehören, mit menschlichen Fehlern und Unzulänglichkeiten vernünftig und tolerant umzugehen. Wer dies nicht schafft, sich wie in Schlüchtern nicht an Absprachen hält und durch entsprechende Hinweise antikurdische und antilinke Ressentiments schürt, der muss sich gefallen lassen, dass er beziehungsweise sie selbst der Hetze bezichtigt wird.“