Der Bau der Nordmainischen S-Bahn ist für Hanau und den Main-Kinzig-Kreis zu wichtig, um ihn parteipolitisch zu instrumentalisieren. Deshalb hat der Fraktionsvorsitzende der LINKEN Kreistagsfraktion die Initiative ergriffen, nach dem Vorbild der Stadtverordnetenversammlung Hanau, für die Kreistagssitzung am 7. Oktober einen gemeinsamen fraktionsübergreifenden Antrag einzubringen.
Nach Ansicht von Müller ist nach den jüngsten Äußerungen aus dem Verkehrsministerium der Ausbau eigentlich aus der Finanzierung und der Umsetzung schon herausgefallen. Deshalb sei es jetzt umso wichtiger, gemeinsam mit allen Fraktion in der Stadt Hanau und im Kreis auf die Realisierung zu drängen. „Wenn wir jetzt nicht mit dem Bau anfangen, so ist die gesamte Planung auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben, bzw. muss neu stattfinden“, so Müller. Müller glaubt gleichfalls, dass die nun aufgetauchten Mehrkosten nur dazu dienen, den Kosten-Nutzenfaktor soweit zu verschlechtern, dass das Projekt gestoppt werden kann. Genauso wie Projekte, die politisch gewollt sind schön gerechnet werden, genauso werden ungewollte Projekte auf einmal schlecht gerechnet. Sieht man die Kürzungen, die im nächsten Jahr im ÖPNV anstehen, angefangen von den Regionalisierungsmittel im Bund bis hin zu den fehlenden 20 Millionen im RMV in Zusammenhang mit den fehlenden Mittel für den Schienenausbau, kommt in den nächsten Jahren nichts Gutes auf die Pendler im Main-Kinzig-Kreis zu.